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Finanztest 11/2019 testet PKV für Beamte - Beamtenservice.de hilft

Veröffentlicht am 29. Oktober 2019 um 15:27 Uhr · Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Achtung: Nicht auf zweifelhaften Rat verlassen!

Finanztest (11/2019) enthält gefährliche Schwachstellen

Finanzunabhängige Tests von Produkten oder Dienstleistungen sind in der Regel eine gute, sinnvolle Angelegenheit. 
Sie bieten Verbrauchern Orientierung und können sie möglicherweise vor Fehlentscheidungen bewahren. Aber, und jetzt kommt das große „Aber“, das Ganze funktioniert nur, wenn so ein Test tatsächlich unabhängig, objektiv und ehrlich durchgeführt wird. Andernfalls ist das Ergebnis wertlos. Ein Beispiel dafür lieferte jetzt die Zeitschrift „Finanztest“. Das Blatt veröffentlichte eine Gegenüberstellung von gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen
Dabei wurden leider elementare fachliche Fehler gemacht, und zum Teil Empfehlungen abgegeben, die Fachleuten die Haare zu Berge stehen lassen. 

Konkret: Bei diesem Test werden an vielen Stellen eindeutig falsche Erwartungen geweckt sowie Tipps und Ratschläge gegeben, vor denen man die Öffentlichkeit nur warnen kann. Denn sie können dramatische Konsequenzen haben, die sich jahrzehntelang, wenn nicht gar ein Leben lang auswirken.

Das Gefährliche: Einige Aspekte dieses groß angelegten Vergleichs entsprechen durchaus den Tatsachen und wurden von den Redakteuren des Tests auch richtig eingeordnet und interpretiert. Aber eben genau das macht es den Lesern so schwer, zwischen richtig und falsch zu unterscheiden. 

Ein wenig misstrauisch werden sollte man allerdings schon angesichts der reißerischen Überschrift „Privat krankenversichert" – Test: "Nur 3 von 120 Tarifen sehr gut“.  Das macht natürlich neugierig, und wenn man dann weiterliest und mitunter durchaus Sinnvolles erfährt, kommt man schnell in Gefahr, den gesamten Test für bare Münze zu halten.

Und schon tappt man in die Falle. So schreibt Finanztest unter „Unser Rat“ unter anderem: „Alle Angebote im Test bieten Leistungen mindestens im Umfang der gesetzlichen Krankenversicherung.“ Das stimmt ganz einfach nicht. Beispielsweise gibt es bei der GKV (gesetzliche Krankenversicherung) keine Begrenzung auf lediglich 30 Tage Psychotherapie. Wer einen Vertrag mit einer solchen Begrenzung unterschreibt, geht die Gefahr ein, im Krankheitsfall sein gesamtes Vermögen zu verlieren. 

Denn die Dauer einer stationären Psychotherapie beschränkt sich in vielen Fällen nicht auf 30 Tage, sondern beträgt drei oder mehr Monate. Bedenkt man jetzt, dass sich die monatlichen Kosten auf ca. 15.000 bis 25.000 Euro belaufen, kann sich jeder ausrechnen, dass er irgendwann Harz 4 beantragen muss. Denn welcher Normalverdiener, ob Beamter oder Angestellter, hat solche Summen auf seinem Konto?

Ein weiteres Beispiel: Beim Studium des Finanztest-Artikels fällt dem Fachmann sofort auf, dass in den Vergleichstest-Tabellen lediglich die Haupttarife aufgeführt werden. Offenbar wurden die Leistungen aus den Ergänzungs- / Zusatztarifen gar nicht berücksichtig.  Dabei sind oft gerade diese entscheidend. Denn nur in Verbindung mit ihnen lassen sich gefährliche Leistungslücken verhindern.

Eine beihilfekonforme PKV für Beamte ohne Ergänzungstarife zu bewerten, wäre nichts anderes, als beispielsweise bei einem Restauranttest lediglich das Getränkeangebot zu bewerten und die Qualität der Speisen, den Service und das Ambiente völlig außer Acht zu lassen.

Darum gilt: In Fragen der Krankenversicherung sollte man sich besser nicht auf zweifelhafte Tests in Zeitschriften verlassen. Besser fährt man mit dem Fachwissen und dem Rat eines erfahrenen Versicherungsmaklers.

Ich helfe Ihnen gerne weiter!
Ihr Shahryar Honarbakhsh

www.Beamtenservice.de

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