Was kostet eine private Krankenversicherung für Beamte?
Beamte profitieren durch ihren Beihilfeanspruch im Vergleich zu Angestellten und Selbstständigen von niedrigeren Kosten für eine Private Krankenversicherung. Wie hoch der monatliche Beitrag für eine PKV für Beamte ausfällt, hängt vom individuellen Beihilfesatz, Einstiegsalter, Gesundheitszustand und den gewünschten Leistungen ab. Wir zeigen anhand von konkreten Beispielen, was eine Private Krankenversicherung für Beamte im Einzelfall kostet.
Das Wichtigste auf einen Blick:
- Die Kosten für eine PKV für Beamte sind nicht vom Einkommen abhängig, sondern werden aus dem Zusammenspiel verschiedener externer und individueller Faktoren berechnet.
- Wie unsere Rechenbeispiele für verschiedene Beamtenberufe zeigen, sind die Beitragskosten für Beamte in der PKV weitaus niedriger als bei Angestellten oder Selbstständigen.
- Bei der Entscheidung für eine private Krankenversicherung sollten die Kosten KEIN relevantes Auswahlkriterium sein. Denn die günstigsten Tarife zählen gewiss in ein paar Jahren zu den teuersten.
Warum ist die private Krankenversicherung für Beamte günstiger?
Der zentrale Grund, warum die private Krankenversicherung für Beamte deutlich günstiger ist als für Angestellte oder Selbstständige, liegt im Beihilfeanspruch. Der Dienstherr übernimmt je nach Status, Familienstand und Bundesland zwischen 50 und 80 Prozent der anfallenden Krankheitskosten.
Beamte müssen daher nicht den vollständigen Krankenversicherungsschutz absichern, sondern lediglich den verbleibenden Restkostenanteil. Die private Krankenversicherung kalkuliert folglich nur diesen Teil, was wiederrum die monatlichen Beiträge deutlich reduziert. Je höher der Beihilfesatz, desto geringer der PKV-Beitrag.
Wer zahlt die private Krankenversicherung bei Beamten?
Die Beiträge zur privaten Krankenversicherung zahlen Beamte grundsätzlich selbst. Im Gegensatz zu Angestellten gibt es keinen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung. Die finanzielle Entlastung erfolgt stattdessen über die Beihilfe, die im Leistungsfall einen Großteil der Krankheitskosten übernimmt.
Dadurch bleibt der tatsächlich zu versichernde Anteil gering, sodass sich trotz vollständiger Eigenzahlung des Beitrags insgesamt deutlich niedrigere Kosten ergeben als bei einer gesetzlichen Krankenversicherung ohne Beihilfeanspruch.
So berechnen sich die Kosten für eine private Krankenversicherung für Beamte
Anders als bei Selbstständigen oder Angestellten spielt das monatliche Einkommen für Beamte bei der Berechnung der PKV-Beiträge keine Rolle. Relevant für die Ermittlung der Kosten einer privaten Krankenversicherung sind folgende Kriterien:
1. Der individuelle Beihilfesatz
Über die individuelle Beihilfe kommt der Dienstherr seiner Fürsorgepflicht für seine Beamten nach und beteiligt sich an den Arzt- und Krankheitskosten. Die Höhe des Beihilfesatzes wird von der Beihilfeverordnung des jeweiligen Bundeslandes oder des Bundes vorgegeben und ist abhängig vom Beamtenstatus und Familienstand.
2. Der Gesundheitszustand
Der aktuelle Gesundheitszustand bei Vertragsabschluss ist ein ganz entscheidender Faktor für die Höhe der Kosten einer privaten Krankenversicherung für Beamte. Da die Versicherungsgesellschaften ihre Kosten für die zu erwartenden medizinischen Aufwände kalkulieren müssen, werden vor Vertragsabschluss bestimmte Gesundheitsfragen gestellt. Im Zuge dieser sogenannten „vorvertraglichen Anzeigepflicht“ müssen Neukunden ihre ärztlichen Diagnosen der letzten drei (im ambulanten Bereich), der letzten 5 im stationären Bereich, bis 10 Jahre (im psychotherapeutischen Bereich) angeben. Außerdem wird nach chronischen Krankheiten, zahnmedizinischen Behandlungen, Fehlstellungen und -bildungen gefragt.
Abhängig von der Art und dem Schweregrad der Diagnosen verlangen private Krankenversicherer Risikozuschläge, welche die Kosten für die Monatsbeiträge erhöhen. Auch bei Volkskrankheiten wie Rückenschmerzen oder Allergien (z.B. Heuschnupfen) berechnen viele Versicherer prozentuale Mehrkosten. Wie man hier bereits erahnen kann, setzten sich die Kosten einer PKV für Beamte aus vielen individuellen Faktoren zusammen. Es geht aber noch weiter (siehe Punkt 3. und 4.)
Wichtig zu wissen: Die Bewertung medizinischer Diagnosen fällt von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich aus! So kann es durchaus sein, dass zwei Versicherer für ein und dieselbe Erkrankung unterschiedlich hohe Risikozuschläge verlangen oder ein dritter sogar gar keine zusätzlichen Kosten veranschlagt. Ein sorgfältiger und unabhängiger Versicherungsvergleich kann hier also bereits ein Leben lang vor unnötigen Mehrkosten schützen.
3. Einstiegsalter
Generell gilt für jegliche Form der Privaten Krankenversicherung: Je niedriger das Einstiegsalter bei Versicherungsbeginn, desto günstiger die Beiträge. Grund dafür ist nicht nur, dass jüngere Menschen zumeist gesünder sind, sondern ebenfalls mehr Zeit für die Bildung von Alterungsrückstellungen bleibt. Mit der Alterungsrückstellung legt der Private Krankenversicherer einen Teil des monatlichen Beitrags zurück, um steigende Krankheitskosten im Alter auszugleichen. Je früher also eine PKV abgeschlossen wird, desto niedriger sind auch die Beitragskosten in fortgeschrittenem Alter.
Dennoch sollte das Einstiegalter in die PKV gerade bei Beamten nicht überbewertet werden. Da sie je nach Beihilfesatz nur 50, 30 oder 20 Prozent ihrer Versicherungsbeiträge selbst finanzieren müssen, lohnt sich der Abschluss einer Privaten Krankenversicherung oft noch zu einem späteren Zeitpunkt. Ist die PKV einmal abgeschlossen, hat das voranschreitende Alter keinen Einfluss mehr auf die Höhe der Beitragskosten.
4. Tarifleistungen und Wunschleistungen
Der Leistungsumfang einer Privaten Krankenversicherung ist ein entscheidender Faktor für die Beitragshöhe. Natürlich kann man davon ausgehen, dass die Kosten ansteigen, je umfangreicher der Versicherungsschutz gewählt wird. Wir warnen aber dringlichst vor der Schlussfolgerung, dass bessere Leistungen zwangsläufig mehr kosten! Detaillierte Tarifvergleiche zeigen, dass verschiedene PKV-Anbieter bei gleichwertigen Leistungen gänzlich unterschiedliche Monatsbeiträge verlangen.
Filtern wir umgekehrt die Tarife verschiedener Gesellschaften nach der Höhe ihrer Beiträge, werden wir dafür ganz unterschiedliche Leistungspakete bekommen. Worauf sollte man also achten?
a) Generelle Leistungsunterschiede in den Tarifen
Grundsätzlich sollte man sich vor Abschluss einer Privaten Krankenversicherung genau überlegen, welche Leistungen in welchen medizinischen Bereichen persönlich besonders relevant sind. Das können die regelmäßige Übernahme der Kosten für Brillen und Kontaktlinsen sein genauso wie zahnmedizinische Leistungen und Implantate. Außerdem sollte man sich den PKV-Tarif UND den Beihilfeergänzungstarif der Gesellschaft mit Voraussicht auf das fortschreitende Alter, eintretende „Wehwehchen“, Unfälle, chronische Leiden und Volkskrankheiten genaustens anschauen:
- Bis zu welcher Höhe werden Hilfsmittel (z.B. Gehhilfen, Hörgeräte, Sehhilfen, Insulinpumpen, Krankenfahrstuhl etc.) erstattet?
- Wieviel übernimmt die PKV bei ambulanten und stationären Kuren?
- Gibt es Übernahmegrenzen bei Material- und Laborkosten für Zahnersatzmaßnahmen?
- Was übernimmt der Tarif bei Heilpraktikerleistungen?
- Gibt es Höchstgrenzen bei Heilmitteln wie z.B. Krankengymnastik oder Physiotherapien?
- Welche Leistungen sind im Bereich Psychotherapien erstattungsfähig?
- uvm.
b) Wahlleistungen & Ergänzungstarife
Bei den meisten Anbietern können zur Privaten Krankenversicherung bestimmte Leistungen optional hinzugebucht werden:
- Stationären Wahlleistungen
Zu den stationären Wahlleistungen gehören z.B. die Unterbringung im Ein-oder Zweibettzimmer, die Behandlung durch einen Privatarzt oder das Krankenhaustagegeld. Hier liegt es im Ermessen jedes Einzelnen, was persönlich wichtig erscheint. - Beihilfeergänzungstarif
Auch wenn ein Beihilfeergänzungstarif freiwillig bei Vertragsabschluss hinzugebucht werden kann, halten wir diesen für essenziell und als eines der wichtigsten Kriterien für die Qualität einer PKV. Kurz zusammengefasst: Der Beihilfeergänzungstarif kostet den Versicherten nur einen geringen Monatsbeitrag, schützt dagegen aber vor unkalkulierbaren Zuzahlungen – und das ein Leben lang! Ein guter Ergänzungstarif deckt die nicht beihilfefähigen Arzt-, Behandlungs- und Materialkosten UND fängt zukünftige Leistungskürzungen der Beihilfe auf. Allerdings bietet nicht jede PKV für Beamte einen leistungsstarken Beihilfeergänzungstarif an. Hier lohnt sich ein detaillierter Vergleich der Anbieter und eine Gegenüberstellung der Kosten und gewünschten Leistungen. Weiterführende Infos zum Thema haben wir in diesem Artikel zusammengestellt: Beihilfeergänzungstarif – So findest du den besten Anbieter - Kur-Tagegeld oder Kur-Tarif
Einige Gesellschaften bieten zudem ein „Kur-Tagegeld“ an, um mögliche anfallende Kosten für eine Kur (z. B. Mutter-Kind-Kur oder Kur-Aufenthalte aufgrund von Burn-Out, Depressionen oder Erschöpfungssyndrom) abzudecken. Andere Versicherer wie z.B. die Debeka haben diese Leistungen bereits in ihren Tarifen inkludiert, jedoch oft in sehr geringem Umfang und mit eingeschränktem Leistungsniveau. Wiederum andere Gesellschaften bieten einen zusätzlichen Kur-Tarif an, um auch die Kosten abzudecken, die die Beihilfe nicht übernimmt.
So viel kostet die private Krankenversicherung für Beamte
Mit welchen Kosten Beamte für die private Krankenversicherung rechnen müssen, hängt von diversen individuellen Faktoren ab. Daher haben wir zur Veranschaulichung fünf Beispiele für verschiedene Beamtenberufe und Beihilfesätze berechnet*.
1. Beispiel: So viel kostet eine PKV für einen Universitätsprofessor in Bayern
- Besoldung: Ein Universitätsprofessor der Besoldungsgruppe W2 in Bayern erhält ein Grundgehalt von 6.824,23 € (Stufe 1) im Monat.
- PKV-Kosten: Für einen 45-jährigen Professor würden die monatlichen PKV-Beiträge für einen umfassenden Tarif mit Beihilfeergänzungstarif zwischen ca. 320 und 440 Euro liegen.
2. Beispiel: So viel kostet eine PKV für eine Gymnasiallehrerin in Nordrhein-Westfalen
- Besoldung: Eine Gymnasiallehrerin in NRW wird nach A13 besoldet. Ab dem 1. November 2024 beträgt das Grundgehalt in Stufe 5 (Einstiegsstufe für A13) etwa 4.352,21 € monatlich.
- PKV-Kosten: Für eine 35-jährige Lehrerin liegen die Beiträge für eine private Krankenversicherung zwischen ca. 275 und 388 Euro im Monat, je nach Tarifumfang.
3. Beispiel: So viel kostet eine PKV für einen Verwaltungsbeamten in Niedersachsen
- Besoldung: Ein Verwaltungsbeamter in der Besoldungsgruppe A10 erhält in der Einstiegsstufe (Stufe 1) ein Grundgehalt von etwa 3.016,03 € im Monat.
- PKV-Kosten: Für den 30-jährigen Beamten liegt der Monatsbeitrag für die private Krankenversicherung zwischen 260 und 370 Euro.
4. Beispiel: So viel kostet eine PKV für einen Polizeibeamter in Nordrhein-Westfalen
- Besoldung: Ein Polizeibeamter in NRW in der Besoldungsgruppe A9 mit Erfahrungsstufe 8 erhält ab dem 1. November 2024 ein Grundgehalt in Höhe von 4.283,30 € monatlich.
- PKV-Kosten: Für einen 28-jährigen Polizeibeamten liegen die PKV-Beiträge zwischen ca. 250 und 360 Euro im Monat.
5. Beispiel: So viel kostet eine PKV für einen Beamtenanwärter in Berlin
- Besoldung: Ein Berliner Lehramtsreferendar erhält Anwärterbezüge. Für das Lehramt an Grundschulen beträgt das Anwärtergrundgehalt etwa 1.567,47 € brutto, an Integrierten Sekundarschulen/Gymnasien oder beruflichen Schulen etwa 1.606,14 € brutto im Monat.
- PKV-Kosten: Aufgrund des jungen Einstiegsalters und spezieller Anwärtertarife liegt der monatliche PKV-Beitrag für einen 25-jährigen Referendar zwischen ca. 80 und 145 Euro.
*Wichtig: Die oben genannten Daten dienen der beispielhaften Darstellung. Da die Beihilfeverordnungen der Bundesländer regelmäßig überarbeitet werden, alte Beamtentarife seitens der Versicherer geschlossen und neue Tarifwerke herausgebracht werden, können wir die Aktualität und Richtigkeit der Angaben nicht zu jedem Zeitpunkt garantieren. Für eine lückenlose und korrekte Berechnung der Kosten eines auf DICH zugeschnittenen Beamtentarifs sprich uns gerne persönlich an.
H2. Welche private Krankenversicherung ist die beste für Beamte?
Welche private Krankenversicherung für Beamte die „beste“ ist, lässt sich nicht pauschal beantworten. Es gibt nicht den einen besten Anbieter für alle Beamten. Entscheidend ist immer, welcher Tarif am besten zum individuellen Beihilfesatz, Gesundheitszustand, zur persönlichen Lebensplanung und zu den gewünschten Leistungen passt.
Ein günstiger Beitrag allein sagt nichts über die Qualität eines Beamtentarifs aus. Viel wichtiger ist, wie zuverlässig der Tarif Versorgungslücken der Beihilfe schließt, wie stabil die Beiträge kalkuliert sind und ob ein leistungsstarker Beihilfeergänzungstarif integriert werden kann. Die beste PKV für Beamte ist daher immer diejenige, die langfristig zu den eigenen Bedürfnissen passt – nicht zwingend die mit dem niedrigsten Beitrag.
Wir haben uns intensiv mit der Thematik Testsieger von vermeidlich unabhängigen Testberichten befasst. Dort erläutern wir auch, warum es nicht die beste PKV gibt. Hier geht’s zum Artikel „Warum Testsieger nicht die Beste Wahl sind“
Anbietervergleich: Kosten der PKV für Beamte
Zur Veranschaulichung noch ein Vergleich der monatlichen Beitragskosten für Beamtentarife verschiedener Versicherungsgesellschaften. Der Einfachheit halber haben wir uns auf ein paar Anbieter beschränkt. Wichtig: In diesem Vergleich werden nur die Kosten der privaten Krankenversicherung verglichen nach den Kriterien der jeweiligen Beamten. Es werden keine Leistungsunterschiede oder -begrenzungen berücksichtigt, die für einen korrekten PKV-Vergleich unbedingt erforderlich wären.
Für eine bessere Vergleichbarkeit der Preise haben wir für jeden unserer Beamten folgende Kriterien gewählt:
- 2-Bett-Zimmer mit Privatarzt oder besser (günstigster Tarif)
- Pflegepflicht
- Krankenhaustagegeld: 25 Euro
- Kur-Tagegeld: 250 Euro
- Tarife mit einer Selbstbeteiligung zwischen 0 und 600 Euro
- inklusive Beihilfeergänzungsleistungen
Nathalie, Regierungsrätin in Nordrhein-Westfalen, 31 Jahre
- Besoldungsgruppe A13
- ledig, keine Kinder
- Beihilfesatz 50%
- Versicherungsbeginn 01.06.2025
| Versicherungsgesellschaft | Monatsbeitrag (je nach Tarifwerk) |
|---|---|
| Continentale | 264,94 € |
| HUK-COBURG | 279,25 € (ohne SB 304,75 €) |
| Concordia | 287,31 € |
| DBV (NL der AXA) | 296,42 € – 385,44 |
| Ottonova | 306,70 € |
| ARAG | 308,09 – 388,34 € |
| Hallesche | 322,54 – 410,37 € |
| HanseMerkur | 325,31 € |
| Signal Iduna | 328,47 – 342,65 € |
| Barmenia | 336,93 € |
| Alte Oldenburger | 337,72 € |
| Allianz | 344,34 – 404,91 € |
| Debeka | 385,21 € |
Lucas, Referendar Sek. 1 (Beamtenanwärter) in Nordrhein-Westfalen, 30 Jahre
- Besoldungsgruppe A13
- ledig, keine Kinder
- Beihilfesatz 50%
- Versicherungsbeginn 01.05.2025
| Versicherungsgesellschaft | Monatsbeitrag (je nach Tarifwerk) |
|---|---|
| Debeka | 96,55 – 117,63 € |
| HanseMerkur | 98,20 – 163,09 € |
| ARAG | 99,93 € |
| Continentale | 99,61 € |
| ottonova | 101,87 € |
| HUK-Coburg | 104,96 – 108,56 € |
| DBV (NL der AXA) | 105,42 – 123,39 € |
| Allianz | 110,35 € |
| Barmenia | 115,79 € |
| Nürnberger | 128,16 € |
| Signal Iduna | 138,28 – 199,53 € |
| Concordia | 143,32 € |
| Alte Oldenburger | 178,22 € |
Luisa, Vermessungsoberinspektor-Anwärterin (Beamtenanwärterin) in Nordrhein-Westfalen, 35 Jahre
- Besoldungsgruppe A10
- verheiratet, 2 Kinder
- Beihilfesatz 70%
- Versicherungsbeginn 01.09.2025
| Versicherungsgesellschaft | Monatsbeitrag (je nach Tarifwerk) |
|---|---|
| Continentale | 79,30 – 96,40 € |
| ottonova | 84,32 € |
| DBV (NL der AXA) | 88,12 – 124,70 € |
| Debeka | 88,28 – 100,61€ |
| HUK-COBURG | 91,24 – 95,15 € |
| Barmenia | 95,39 € |
| Bay. Beamten KK | 105,76 – 119,91 € |
| Signal Iduna | 110,33 – 114,06 € |
| ARAG | 114,55 € |
| LVM | 117,93 € |
| Concordia | 131,72 € |
| R+V | 134,06 € |
| Alte Oldenburger | 158,73 € |
Wie verlässlich sind Beitragsrechner oder Vergleichsportale im Internet?
Wer als Beamter oder Beamtenanwärter wissen möchte, wie viel eine private Krankenversicherung kostet, versucht sich oftmals erst einmal bei Vergleichsportalen oder anderen Online-Beitragsrechnern. Dass diese Portale aber gar nicht aus dem vollen Marktangebot schöpfen und nicht mit jeder PKV zusammenarbeiten, wissen die wenigsten. Diese und andere Vorgehensweisen haben wir in diesem Beitrag einmal genauer erklärt: Wie sinnvoll ist ein PKV-Vergleich mit Check24 & Co.? Außerdem spucken Beitragsrechner – wie der Name schon beinhaltet – meist die günstigsten Tarife als erstes aus und bewerten diese aufgrund des Preises. Selbst große Verbraucherorganisationen wie Stiftung Warentest machen diesen großen Fehler bei ihren Vergleichen.
Wer sich aber unseren Text bis hierhin durchgelesen hat, weiß auch, dass die Höhe der Kosten eines Beamtentarifs von ganz individuellen gesundheitlichen Faktoren und Bedürfnissen abhängt. Diese werden bei anonymen Online-Portalen natürlich nicht abgefragt. Bedeutet im Umkehrschluss: Es wird in den seltensten Fällen bei den Kosten bleiben, die der Beitragsrechner ausgespuckt hat.
Risiken eines PKV-Abschlusses über Vergleichsportale
Wer sich über ein Vergleichsportal für eine PKV entscheidet, läuft Gefahr, hohe Risikozuschläge zu riskieren oder sogar vom Versicherer abgelehnt zu werden. Denn in diesem Fall werden die Gesundheitsfragen erst im Zuge der Antragstellung beantwortet. Wurde der Antragsteller einmal abgelehnt, ist (aufgrund der Datenspeicherung) das Risiko einer erneuten Ablehnung bei anderen Gesellschaften umso größer. Da jedoch jede Gesellschaft eine andere Annahmepolitik verfolgt und Vorerkrankungen unterschiedlich bewertet, hätte man mit einem unabhängigen und professionellen PKV-Vergleich (oder einer anonymen Risikovoranfrage) den besten PKV-Tarif vorab herausfiltern können.
Was kostet eine Private Krankenversicherung für Beamte in Pension?
Da die individuelle Beihilfe spätestens ab dem Zeitpunkt der Pensionierung auf 70 Prozent steigt, reduziert sich der zu versichernde Teil der Krankenkassenkosten auf 30 Prozent. Beamte haben bei Eintritt in den Ruhestand einen Rechtsanspruch darauf, ihren Versicherungsschutz dahingehend anzupassen. Demzufolge reduzieren sich die Kosten einer PKV für Pensionäre. Die Alterungsrückstellungen, die in jüngeren Jahren eingezahlt und angespart wurden, schützen zusätzlich vor hohen Beitragssteigerungen im Alter.
Hinzu kommt, dass auch bei pensionierte Beamten die Kosten für PKV-Beträge nicht nach ihrem Einkommen berechnet werden. Im Gegensatz zu gesetzlich Versicherten haben Einkünfte aus Vermietung, Verpachtung oder Lebensversicherungen keinen Einfluss auf die Beitragskosten der Krankenversicherung. Wie wir oben bereits ausführlich erläutert haben, sind die Kosten einer PKV für Beamte genau wie für Pensionäre nicht pauschal kalkulierbar. Gerne erstellen wir dir kostenfrei einen individuellen und unverbindlichen PKV-Vergleich – passgenau zu deiner Lebenssituation, Karriere- und Familienplanung.
Fazit: Heutige Beitragshöhe sagt nichts über Kosten einer privaten Krankenversicherung aus!
Die Entscheidung für eine private Krankenversicherung ist im besten Fall eine Entscheidung fürs Leben. Und die sollte man keinem Vergleichsportal oder Beitragsrechner überlassen. Wer bei der Wahl seines Beamtentarifs nur die Kosten der PKV im Blick hat, wird spätestens bei der nächsten ernsthaften Erkrankung, zahnmedizinischen Behandlung oder einem Krankenhausaufenthalt die schmerzhafte Erfahrung machen: Billige Tarife decken wichtige und hochwertige Gesundheitsleistungen nicht ab. Hinzu kommt, dass man bei besonders günstigen Tarifen regelmäßig mit hohen Beitragssteigerungen rechnen muss. Auch darüber haben wir aktuell in den öffentlichen Medien berichtet.
Der wichtigste Aspekt: Nicht jeder Beamtentarif passt zu jedem Beamten. Wer seine PKV mit Bedacht wählt, den Leistungskatalog auf die wichtigsten Kriterien prüft und sicherstellt, dass diese dem individuellen Gesundheitszustand, eigenen Bedürfnissen und der zukünftigen Lebensplanung gerecht wird, der wird langfristig die geringsten Kosten haben. In jedem Fall sollte man die PKV-Tarife für Beamte inklusive der wichtigen Beihilfeergänzungstarife mehrerer Versicherer vergleichen (lassen).
Gut beraten von Anfang an – und darüber hinaus
Wir von Beamtenservice verdienen unser Geld damit, indem wir das „Kleingedruckte“ der Tarife verschiedener Anbieter miteinander vergleichen und von der jeweiligen Gesellschaft für unsere Arbeit honoriert werden. Dabei macht es für uns keinen Unterschied, welche Versicherung am Ende den besten Tarif für unseren Kunden bereitstellt. Wir arbeiten nicht mit ausgewählten Gesellschaften zusammen, sondern vergleichen die besten Beamtentarife auf dem Markt und können somit die beste PKV für dich herausfiltern. Für dich ist und bleibt dieser Service kostenlos.
Dein Vorteil bei uns: Wir stehen dir immer beratend zur Seite. Sei es beim Ausfüllen der Beihilfeanträge, bei den Gesundheitsfragen oder bei Uneinigkeiten mit deiner Gesellschaft – auch nach dem Abschluss deiner PKV.
Das sagen Kunden über unsere Beratung