Erfahrungen mit der Alte Oldenburger: Kann die PKV überzeugen?

Wie schneidet die Private Krankenversicherung der Alte Oldenburger im Vergleich mit den großen Versicherern am Markt ab? Was sind die Erfahrungen langjähriger Bestandskunden mit der PKV? Wir klären, warum die Größe einer Versicherungsgesellschaft kein Kriterium für stabile Beiträge ist und ob die Alte Oldenburger für Beamte eine gute Wahl ist.

Alte Oldenburger private Krankenversicherung: Wer steckt dahinter?

Angefangen 1927 mit der Zielgruppe Bauern und Landvolk hat sich die Alte Oldenburger im Oldenburger Münsterland erfolgreich entwickelt. Als 1972 die Landwirte in der Landwirtschaftlichen Krankenkasse pflichtig gemacht wurden, verschwand diese Zielgruppe – knapp 50 % haben sich von der Pflicht befreien lassen. Das war der Startschuss für die heutigen Beihilfe- und Vollversicherungstarife. Das Versicherungsunternehmen mit Sitz in Vechta ist die einzige Gesellschaft, die seitdem mit den gleichen Tarifen am Markt erfolgreich ist.

Die Alte Oldenburger ist seit Ende der 1980er Jahre bundesweit tätig und hat sich 2007 vom Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit zu einer Aktiengesellschaft umgewandelt. Der Gedanke des Versicherungsvereins wird – nach eigenen Angaben – jedoch weitergelebt, da es nur zwei Aktionäre gibt. Neben dem Versicherungsverein (der heute das Modell der Auslandsreisekrankenversicherung betreibt) gibt es noch die VGH (Versicherungsgruppe Hannover). Das Portfolio umfasst neben der privaten Krankenversicherung für alle Personen- und Berufsgruppen auch Krankenzusatzversicherungen und eine private Pflegeversicherung.

Alte Oldenburger: Woran man eine gute PKV erkennt

Eine gute private Krankenversicherung muss uns in zwei wichtigen Punkten überzeugen: In erster Linie muss der PKV Tarif leistungsstark sein: Also einen hochwertigen Versicherungsschutz bieten, der nicht im Kleingedruckten wieder entwertet wird. Zweitens erkennt man die Qualität einer PKV an der Versicherung selbst: Wie steht das Unternehmen wirtschaftlich da? Wie ist die Annahmepolitik? Wird gut kalkuliert die Versicherung, sind die Beiträge stabil? Die Alte Oldenburger überzeugt in beiden Punkten, wie wir im Folgenden ausführlich erläutern werden.

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Beitragsentwicklung der Alte Oldenburger

Da man im Idealfall nur einmal im Leben eine Private Krankenversicherung abschließt, lohnt sich vor Abschluss ein Vergleich der Beitragsentwicklungen der Versicherungen. Die Alte Oldenburger zeigt sich im Branchendurchschnitt als äußerst beitragsstabil. Das zeigt sich besonders in den Beitragsverläufen der PKV für Beamte: Trotz der Kostenentwicklung im Gesundheitswesen und steigender Lebenserwartung sind die Beiträge für die Beihilfe-Tarife bei den Bestandskunden auf lange Sicht stabil geblieben. Zwischen 2012 und 2022 sind, gemessen an allen Privaten Krankenversicherungen, die Beitragseinnahmen im Schnitt um 2,6 Prozent pro Jahr gestiegen. Zum Vergleich: Über die letzten 10 Jahre hinweg beträgt die durchschnittliche jährliche Beitragserhöhung bei der Alte Oldenburger 1,5 %.

Höhe Einstiegskosten, aber langfristig stabile Beiträge

Nicht abschrecken lassen darf man sich von der etwas höheren Einstiegsprämie. Auch der „Rabatt“ für Referendare und Beamtenanwärter in der Ausbildungszeit fällt geringer aus als bei anderen Anbietern. Doch was bringt ein günstiger Beitrag bei Vertragsabschluss, wenn die Prämien anschließend alle zwei Jahre kräftig erhöht werden? Vor den billigen „Lockangeboten“ der ein oder anderen Versicherungsgesellschaft haben wir in vorherigen Artikeln bereits gewarnt. Die Alte Oldenburger geht im Übrigen sehr transparent mit ihren Prämienanpassungen um: Hier kann man die Beitragsverläufe verschiedener Tarife von Bestandskunden zurückverfolgen und feststellen, dass es in den letzten 25 Jahren keinerlei „Ausreißer“ nach oben gab. Das spricht für eine gute Risikoeinschätzung und eine saubere Kalkulation des Versicherers. Ein weiterer, nicht unbedeutender Faktor für die Beitragsstabilität:

Alleinstellungsmerkmal: Nur ein Tarifwerk, keine Beitragsexplosion

Eine echte Besonderheit, die wir so von keiner anderen Krankenversicherung kennen: Die Alte Oldenburger hält seit der Tarifeinführung 1972 an einem Tarifwerk fest und musste bisher keinen Tarif schließen. Den „Trends“ der vergangenen Jahrzehnte wie Kompakttarife, Osttarife oder Grundschutz- bzw. Einsteigertarife ist sie nicht gefolgt. Was völlig richtig war, wenn man sich die Beitragsentwicklungen dieser (häufig) geschlossenen Tarife anderer Anbieter anschaut.

Bei den neuen und „modernen“ Tarifen besteht die Gefahr, dass Altkunden aus den geschlossenen Tarifen (dank des Wechselrechts 204 VVG) ebenfalls in den neuen Tarif kommen. Diese bringen natürlich nicht nur ihre Alterungsrückstellungen mit, sondern auch ihre (Vor-) Erkrankungen. Die Krankenversicherung hat zwar das Recht für die Mehrleistungen eine erneute Gesundheitsprüfung zu fordern – was er auch macht, um Bestandskunden durch große Risikozuschläge an einem Wechsel zu hindern – aber, wichtiger Tipp nebenbei: Jeder Bestandskunde kann die Risikozuschläge umgehen, indem er die Mehrleistungen ablehnt.

Zusammengefasst: Vorteil bei der Alte Oldenburger

Dadurch, dass das gesamte Kollektiv in nur einem Tarifwerk versichert ist, hält sich das Verhältnis von jungen und alten, gesünderen und kränkeren Versicherten die Waage. Dadurch bleiben die Beiträge auch für langjährige Bestandskunden bezahlbar.

Bietet die Alte Oldenburger eine gute PKV für Beamte?

Wie bereits oben erwähnt, ist die Beitragsstabilität in der PKV für Beamte ein großer Pluspunkt. Aber, und das ist noch viel wichtiger: Die Alte Oldenburger bietet einen sehr guten und leistungsstarken Beamtentarif für eine adäquate Versicherungsprämie an. Die Versicherungsnehmer können bei der Tarifwahl individuell entscheiden, in welchen Bereichen sie Basisleistungen in Anspruch nehmen möchten oder ob sie ihren Versicherungsschutz mit den entsprechenden Ergänzungstarifen erweitern.

Die Leistungen der PKV gehen zum Teil weit über die Höchstsätze der ärztlichen Gebührenordnung hinaus, z.B. bei der Anzahl der Sitzungen beim Therapeuten oder bei alternativen Heilmethoden. Medizinische Hilfsmittel werden ebenfalls als Leistungen anerkannt und in großem Umfang erstattet. Es gibt keine Fallstricke im Kleingedruckten, sondern für jedermann klar formulierte Versicherungsbedingungen. Das hat vermutlich auch positive Auswirkungen auf die Beschwerdestatistik des privaten Krankenversicherers (siehe unten).

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Erfahrungen mit der Alte Oldenburger: Wie zufrieden sind die Kunden?

Die Kundenzufriedenheit bei der Alten Oldenburger ist hoch. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) veröffentlicht jährlich eine Beschwerdestatistik, aufgeschlüsselt nach Versicherungsgesellschaften und Versicherungsarten. Die Beschwerdequote bei der Alte Oldenburger ist im Bereich der Krankenversicherung deutlich niedriger als der Branchendurchschnitt. Auch wir können aus unseren langjährigen Erfahrungen sagen, dass sowohl der Umgang mit den Kunden als auch der Service bei der Alten Oldenburger außerordentlich fair sind. Bis heute arbeitet die Gesellschaft übrigens ohne Callcenter und ist damit mittlerweile eine Rarität auf dem Versicherungsmarkt.

Alte Oldenburger: Testergebnisse und Bewertungen

Zieht man eine (relativ) kleine Krankenversicherung für einen lebenslangen PKV Vertrag in Erwägung, werden häufig Testergebnisse und Rankings als Entscheidungshilfe herangezogen. Wir distanzieren uns bewusst von den „PKV Tests“ der vermeintlichen Fachpresse, da hier in der Regel Äpfel mit Birnen verglichen werden. Trotzdem ist zu erwähnen, dass die Alte Oldenburger in den Rankings der letzten Jahre ziemlich gut abgeschnitten hat.

Auffällig positiv sind die Bewertungen der Wirtschaftsmagazine und der Rating Agenturen wie Morgan & Morgan oder Assekurata. Hier erhält das Unternehmen immer wieder Höchstnoten für exzellente Leistungen. Das liegt natürlich vor allem an der hohen Konstanz der wirtschaftlichen Kennzahlen – die Ergebnisquote des Versicherers ist überdurchschnittlich gut. Ausgaben wie die Verwaltungskostenquote liegen dagegen deutlich unter dem Marktschnitt. Wie kann das sein? Hier kommen die Gründe:

Darum ist die Alte Oldenburger wirtschaftlich so stabil

In den vergangenen Jahren konnte der Versicherer im Vergleich zum Branchendurchschnitt konstant überdurchschnittliche Geschäftszahlen erwirtschaften. Der Markterfolg kommt nicht von ungefähr. Hier die wichtigsten Faktoren für die guten Zahlen:

  • Die Alte Oldenburger fährt schon immer eine restriktive Annahmepolitik. Das heißt, sie setzt auf die richtigen, möglichst gesunden Kunden.
  • Das Prämien- und Leistungsverhältnis ist ausgeglichen und gut kalkuliert.
  • Bei ihren Kapitalanlagen wird nicht spekuliert, sondern auf Sicherheit und langfristige Renditen gesetzt.
  • Da sie mit der privaten Krankenversicherung als Versicherer nur einen einzigen Schwerpunkt bedient, ist sie auf diesen Job spezialisiert und dementsprechend gut.
  • Auch wenn die Alte Oldenburger eine relativ kleine Versicherungsgesellschaft zu sein scheint – durch ihre Zugehörigkeit zur VGH Versicherungsgruppe Hannover bewegt sie sich doch in einem sehr stabilen Beteiligungskontext.

Warum habe ich noch nie etwas von der Alte Oldenburger gehört?

Die PKV ist in der Tat ein „Hidden Champion“, da sie keine eigenen Vertreter hat und nicht mit großen Werbekampagnen auffährt. Außerdem werden – neben dem Marketing-Budget – ebenso die Verwaltungskosten geringgehalten. Bedeutet in der Folge, dass der private Krankenversicherer auch geringere Provisionen an die Vermittler ausschüttet. Auch das ist also ein Grund (wenn auch kein guter), warum die private Krankenversicherung der Alten Oldenburger seltener von Versicherungsmaklern angeboten wird.

Ganz wichtig:

Die Größe einer Versicherungsgesellschaft sagt weder etwas über die wirtschaftliche Stärke noch über die Beitragsstabilität einer PKV aus! Das haben kürzlich erst die Beitragsexplosionen des größten und namhaftesten Krankenversicherers gezeigt. Viele unserer Kunden sorgen sich, dass kleinere Gesellschaften „größere Schäden“ nicht stemmen können oder sogar ein höheres Risiko haben, insolvent zu gehen. Das ist völliger Unsinn. Denn auch die kleinen Gesellschaften haben starke Rückversicherer und – wenn sie bereits lange am Markt bestehen – enorme Rückstellungen angespart.

Fazit: So gut ist die Alte Oldenburger PKV

Die Alte Oldenburger ist mit ihrer PKV gegenüber den großen Versicherungsgesellschaften absolut konkurrenzfähig und überbietet diese mit ihrem Leistungsportfolio häufig sogar. Nicht nur in offiziellen Tests, sondern ebenfalls aufgrund unserer Erfahrungen punktet die Versicherung im Hinblick auf Sicherheit, Beitragsstabilität und Kundenorientierung bei uns. Dass die Gesellschaft an einem Tarifwerk festhält, ist tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal und ein enormer Vorteil für langjährig privat Versicherte. Ob die PKV der Alte Oldenburger auch für dich die richtige Wahl ist, hängt immer von deiner individuellen gesundheitlichen Situation und deinen persönlichen Erwartungen an deinen Versicherungsschutz ab.

Spielen Sie mit dem Gedanken, eine PKV bei der Alte Oldenburger abzuschließen, beraten wir Sie gerne ausführlich. Wir wägen alle Vorteile und Nachteile genauestens ab und machen natürlich den direkten Vergleich mit gleich- und höherwertigen Tarifen anderer Versicherer.

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Häufige Fragen zur Alte Oldenburger Krankenversicherung

Die Alte Oldenburger gilt als einer der beitragsstabilsten privaten Krankenversicherer in Deutschland. Besonders für Beamte bietet sie solide Beihilfetarife mit klar formulierten Bedingungen und transparenter Kalkulation. 

In den vergangenen zehn Jahren lag die durchschnittliche Beitragsanpassung bei rund 1,5 % pro Jahr – deutlich unter dem Branchendurchschnitt. Diese Stabilität ergibt sich aus einer konservativen Kalkulation, einem konstanten Tarifwerk und einer ausgewogenen Versichertenstruktur.

Die Alte Oldenburger kalkuliert bewusst keine Lockangebote mit niedrigen Anfangsbeiträgen. Dafür profitieren Versicherte von langfristig stabilen Prämien. Wer auf Dauer plant, ist hier oft besser aufgehoben als bei Tarifen, die in den Folgejahren stark ansteigen.

Beamte berichten über positive Erfahrungen mit der Beitragsentwicklung und dem Service. Besonders gelobt werden die einfache Leistungsabrechnung, kurze Bearbeitungszeiten und die persönliche Betreuung ohne Callcenter. Die Tarife sind klar auf die Beihilfe abgestimmt und bieten ein hohes Leistungsniveau.

Die Krankenkasse prüft Anträge sehr sorgfältig. Bei chronischen oder psychischen Vorerkrankungen werden häufig Risikozuschläge erhoben oder Anträge abgelehnt. Daher empfiehlt sich vorab eine anonyme Risikovoranfrage über einen spezialisierten Berater – so lässt sich die Annahmechance realistisch einschätzen.

Ja, ein interner Tarifwechsel nach § 204 VVG ist grundsätzlich möglich. Da das Unternehmen seit Jahrzehnten mit einem einheitlichen Tarifwerk arbeitet, sind die Wechseloptionen überschaubar – was allerdings positiv zur Beitragsstabilität beiträgt.

Die Alte Oldenburger verzichtet auf Callcenter und setzt auf direkte Ansprechpartner. Das zeigt sich in einer sehr niedrigen Beschwerdequote laut BaFin und in einer hohen Kundenzufriedenheit. Viele Versicherte schätzen den persönlichen Kontakt und die schnelle Bearbeitung von Rechnungen.

In Bewertungen von Assekurata und Morgen & Morgen erhält die Alte Oldenburger regelmäßig sehr gute Noten für Stabilität und Wirtschaftlichkeit. Besonders positiv hervorgehoben werden die solide Kapitalanlage und die niedrigen Verwaltungskosten.

Ja, grundsätzlich können Angestellte, Selbstständige und Beamte versichert werden. Das Hauptgeschäft liegt jedoch im Bereich der Beihilfeversicherung, also bei Beamten und deren Angehörigen. Für diese Zielgruppe ist das Tarifangebot besonders interessant.