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Hashimoto – Welche private Krankenversicherung versichert mich?

Veröffentlicht am 12. August 2020 um 22:35 Uhr · Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten

Hashimoto ist eine chronische Schilddrüsenentzündung und hat eine Unterfunktion der Schilddrüse zur Folge. Doch allein bei dem Wort „chronisch“ klingeln bei privaten Versicherern die Ohren. In der Regel wird für diese Vorerkrankung ein Risikozuschlag fällig. Im schlimmsten Fall droht die Ablehnung des Versicherungsantrags. So weit darf es nicht kommen.

Hashimoto – bzw. Hashimoto-Thyreoiditis – war früher ein Ausschlusskriterium für die private Krankenversicherung. Diese Form der Schilddrüsenunterfunktion ist eine Autoimmunkrankheit und gilt als nicht heilbare Krankheit. Die Erkrankung begleitet Betroffene ein Leben lang. Dazu kommt, dass Hashimoto oft mit anderen Autoimmunkrankheiten einher geht. Das Risiko der hohen und kaum abschätzbaren Folgekosten der Erkrankung war für die Versicherer einfach zu hoch. Beamte bzw. Beamtenanwärter kamen nur über die Öffnungsklausel zu ihrem privaten Versicherungsschutz. Heute sieht die Lage zum Glück etwas anders aus.

Hashimoto – oder nur eine kleine Schilddrüsenunterfunktion?

Eine Schilddrüsenunterfunktion ist nicht gleich Hashimoto, jedoch ist die chronische Entzündung des Organs im Erwachsenenalter die häufigste Ursache dafür. Da die Symptome sehr vielfältig sind und die Erkrankung schleichend beginnt, werden die meisten Hashimoto-Fälle nicht oder erst sehr spät diagnostiziert. Geschätzt wird, dass in Deutschland fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung betroffen sind, das entspricht vier bis acht Millionen Menschen. Sollte Ihr Arzt eine Schilddrüsenunterfunktion in Ihrer Krankenakte als Hashimoto vermerkt haben, ohne dass sie davon wussten, kann Ihnen diese Diagnose im Leistungsfall zum Verhängnis werden. Mehr über die fatalen Folgen von solchen Falschdiagnosen oder „Formfehlern“ in der Krankenakte, lesen Sie hier.

Sollte bei Ihnen eine Schilddrüsenunterfunktion vorliegen, klären Sie am besten im Vorfeld, ob sie unter einer Hashimoto-Thyreoiditis leiden oder ob diese sogar bereits in Ihrer Krankenakte vermerkt wurde. Denn wird diese wichtige Diagnose bei den Gesundheitsfragen verschwiegen, kann Sie das Ihren Versicherungsschutz kosten. 

Teufelskreis: Abgelehnte Anträge

Heute stehen die Chancen trotz Hashimoto eine private Krankenversicherung mit angemessenen Tarifen zu finden gut. Dennoch sollten Sie mit dieser Vorerkrankung keine voreiligen Anträge für die PKV stellen. Das Risiko von einigen Versicherern abgelehnt zu werden, ist immer noch hoch. Haben Sie eine Ablehnung erhalten, werden Sie im sogenannten HIS (Hinweis- und Informationssystem) registriert. Auf dieses Register greifen auch die anderen Gesellschaften zu. Selbst Versicherer, die Sie unter „normalen Umständen“ mit Hashimoto versichert hätten, machen dann häufig ebenfalls einen Rückzieher.

Haben Sie bereits eine Ablehnung aufgrund einer Vorerkrankung erhalten? Wir helfen Ihnen dennoch, einen passenden privaten Versicherer für Sie zu finden. Sprechen Sie uns an!

Empfehlung bei Hashimoto: die Risikovoranfrage

Um mit der chronischen Schilddrüsen-Erkrankung einen geeigneten und bezahlbaren Tarif zu finden – ohne gleich auf der „Blacklist“ zu landen – ist eine anonyme Risikovoranfrage der beste Weg. Hier kann der Versicherungsmakler für Sie bei den verschiedenen Gesellschaften unverbindlich die Konditionen der PKV anfordern und mit Ihnen zusammen vergleichen. So können Sie bereits vorher in Erfahrung bringen, welche private Krankenversicherung Sie annehmen würde, welche Leistungen enthalten sind und wie hoch die möglichen Risikozuschläge ausfallen.

Die Öffnungsklausel für Beamte und Anwärter*innen

Neu angestellte Beamtinnen und Beamte mit Vorerkrankung profitieren von der Öffnungsaktion bzw. der Öffnungsklausel: Diese garantiert Ihnen die Aufnahme in die private Krankenversicherung unabhängig von Ihrem Gesundheitszustand. Voraussetzung ist, dass Sie den Antrag innerhalb von sechs Monaten nach der ersten Verbeamtung stellen. Diese Frist gilt ebenfalls für Beamte auf Widerruf, die zu diesem Zeitpunkt noch über eine gesetzliche Krankenversicherung versichert waren. 

Unsere Erfahrungen mit Hashimoto

Eine private Krankenversicherung abzuschließen ist eine Entscheidung fürs Leben. Ein späterer Wechsel der PKV ist zwar möglich, aber in der Regel mit vielen Nachteilen für den Versicherungsnehmer verbunden. Eine lückenlose Analyse Ihrer Lebenssituation, Ihrer persönlichen Bedürfnisse und Wünsche sowie der Bedingungen und Annahmepolitik der verschiedenen Versicherungsgesellschaften kann das verhindern. 

Wir haben bereits viele Kunden mit chronischen Erkrankungen zu Top-Tarifen zufrieden abgesichert – auch mit chronischer Schilddrüsenentzündung. Durch unsere langjährige Erfahrung auf dem Versicherungsmarkt wissen wir, bei welchen Gesellschaften Sie die günstigsten Konditionen und besten Leistungen trotz Vorerkrankung erhalten. Sprechen Sie uns an – Wir vergleichen kostenlos!

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